Ein schwerer Arbeitsunfall am 16. April in der Lederfabrik Beuleke im hessischen Runkel forderte insgesamt fünf Todesopfer. In einer Grube waren insgesamt fünf Arbeiter bewusstlos gefunden worden. Drei von ihnen im Alter von 38, 58 und 59 waren bereits tot, darunter auch der Firmenchef Michael Beuleke. Zwei der von den Rettungskräften Geborgenen konnten nach Renanimationsmaßnahmen zunächst überleben, lagen aber in einer Klinik auf der Intensivstation. Einer von
ihnen, ein 35-jähriger Mitabeiter, verstarb nach einer Woche. Das letzte Opfer, ein 60-jähriger Mitarbeiter einer Rohrreinigungsfirma aus Montabaur, verstarb nach 14 Tagen. Mittlerweile – nach der Obduktion der ersten drei Opfer – steht die Todesursache fest: Eine Vergiftung durch Schwefelwasserstoff war nach Angaben von
Polizei und Staatsanwaltschaft „hauptursächlich“ für den Tod der fünf Arbeiter. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen bei drei der Verstorbenen bestätigten die Wirkung des hochgiftigen Gases. Weitere forensisch-toxikologische Analysen sollen folgen, um die genauen Abläufe zu klären. Zunächst waren die Ermittler von einer
Kohlenmonoxidvergiftung ausgegangen, was auch in diversen Medien gemeldet wurde – eine Annahme, die sich nun als falsch erwiesen hat. Die Gerberei Beuleke wollte eigentlich in diesem Jahr ihr 200-jähriges Bestehen feiern.






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