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Donnerstag, 3 April 2025

Picard geht unter Schutzschirm

Der Taschenspezialist Picard hat am 11. Mai ein vorläufiges Verfahren zum Schutzschirmverfahren angemeldet. Als Ursache nennt Picard die Folgen der Corona-Pandemie. Die Umsatz- und Zahlungs-Verluste aus dem Einzelhandel, vor allem der ausländischen Kunden und des Key Accounts Galerie Karstadt Kaufhof seien zu groß gewesen, begründet das Unternehmen aus Obertshausen den Schritt. Auch die zwölf eigenen Shops, die sich vor allem in den deutschen Flughäfen befinden, hätten bis auf weiteres keine Kunden.

„Die Corona-Krise trifft uns auf allen Ebenen. Nur der Online-Bereich funktioniert gut, was im Ganzen nicht ausreicht, um einer in Zukunft drohenden Insolvenz auszuweichen“, teilte Picard mit. „Der Schutzschirm gibt uns nun die Möglichkeit, ein schlüssiges Sanierungskonzept zu erarbeiten, das wir auf die Zukunft anpassen. Und damit uns die Möglichkeit gibt, Picard erfolgreich in die Zukunft zu führen.“ Picard erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 27 Millionen Euro, wovon ein Viertel im Ausland erzielt wurde

Geschäftsführer Georg Picard hatte in den vergangenen Jahren die Abhängigkeit von Kaufhof-Karstadt bereits verringert: 50 Prozent des Firmenumsatzes, berichtet er, seien vor 15 Jahren noch über die Kaufhauskette erwirtschaftet worden, seitdem sei der Anteil auf zeitweise bis zu 30 Prozent gesunken. Picard hat dafür unter anderem den Internethandel ausgebaut und Filialen an Flughäfen eröffnet, um etwa Kunden aus Asien anzusprechen, die Taschen kosten je nach Ausführung zwischen 60 und 500 Euro.

Damentasche Sylt aus dem Hause Picard.

Foto: Picard

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